Tierärztliche Gemeinschaftspraxis

Wissenswertes

Warum ist die Kastration von Katzen wichtig?

4 Wochen altes Kätzchen Katzenkinder Neugeborene Kitten

Bei der Kastration werden die Tiere in Narkose durch Entfernen der Keimdrüsen unfruchtbar gemacht. Den Katzen werden mittels eines Bauchschnittes die Eierstöcke und meist Teile der Gebärmutter; den Katern durch zwei kleine Schnitte im Hodensack die Hoden entfernt.
Durch die Kastration sind die Tiere dann nicht nur unfruchtbar, sondern häufig werden auch problematische oder unerwünschte Verhaltensweisen verhindert oder zumindest abgemildert wie z.B. das Harn markieren und Streunen und damit verbundene Revierkämpfe des Katers oder Dauerrolligkeit bei der Katze.
Die rechtzeitige Kastration unserer Katzen ist daher aus verschiedenen Gründen sinnvoll und notwendig.
Ein auch tierschützerisch wichtiger Aspekt ist dabei die Kontrolle und Eindämmung der Katzenpopulation.
Jedes Jahr zur Spätsommerzeit sind unsere Tierheime voll von Katzen, die keine Besitzer mehr finden.
Die Kastration hat also nicht nur Vorteile für das Tier selbst und seine Besitzer, sondern dient auch Belangen des Tierschutzes. Jeder verantwortungsvolle Tierbesitzer sollte deshalb seine Katze oder seinen Kater kastrieren lassen, um weiterem Katzenelend entgegenzuwirken!

Zeckenschutz für Hund und Katze

Ab einer Temperatur von + 7 C sind Zecken aktiv. Beim Biss einer Zecke können gefährliche Krankheiten wie Borreliose, Babesiose, Anaplasmose und Ehrlichiose auf das Tier übertragen werden. Außerdem kann sich die Biss-Stelle der Zecke entzünden. Dieses geschieht häufig, wenn der Hund / die Katze die Biss-Stelle beknabbert oder beleckt bzw. wenn es dem Tierhalter nicht gelingt, die Zecke vollständig zu entfernen.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, können Sie Ihr Tier durch geeignete Präparate, die Sie bei Ihrem Tierarzt erhalten, schützen. Die Anwendung dieser Präparate ist sehr einfach durchzuführen. Es handelt sich um sogenannte Spot-on Präparate, Kautabletten oder Halsbänder. Die Wirkungsdauer variiert zwischen 4 Wochen, 3 Monaten oder bei Halsbändern bis zu 8 Wochen.
Durch die Anwendung dieser Präparate können Sie Ihr Tier vor den o.g. Krankheiten schützen.

Fliegenmadenbefall (Myiasis) beim Kaninchen

Maden Maden


Gerade in der warmen Jahreszeit kommt es häufig zu Fliegenmadenbefall ( Myiasis ) beim Kaninchen. Vorwiegend sind Tiere in Außengehegen betroffen. Aber auch Tiere, die im Haus gehalten werden, können befallen werden.
Ursache ist die Ablage von Eiern durch verschiedene Fliegenarten im Fell des Kaninchens, welches durch Kot oder Urin verschmutzt ist. Innerhalb kurzer Zeit entwickeln sich aus diesen Eiern Maden, die sich vom Gewebe oder von den Ausscheidungen des Kaninchens ernähren. Dieses führt zu großflächigen Hautwunden, die auch in die Tiefe gehen können. Diese Wundflächen müssen in jedem Fall vom Tierarzt behandelt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass dem Kaninchen nicht mehr geholfen werden kann.

Wichtig für Sie als Tierbesitzer!!!

Bitte kontrollieren Sie Ihr Tier täglich auf evtl. Durchfallerkrankungen oder Wundstellen. Sollten Sie Maden entdecken, entfernen Sie diese umgehend und stellen Sie Ihr Tier schnellstens zur weiteren Behandlung bei Ihrem Tierarzt vor. Bei dieser Vorgehensweise hat Ihr Kaninchen die größten Chancen, wieder gesund zu werden.

Kennzeichnung Ihres Tieres durch Microchip oder Tätowierung

Es kommt immer wieder vor, dass Tiere entlaufen oder gestohlen werden. Leider können die Besitzer oftmals nicht ausfindig gemacht werden, weil die Tiere nicht gekennzeichnet bzw. nicht registriert sind. Wir empfehlen Tierbesitzern aus diesem Grund, ihre Tiere entweder mittels Tätowierung oder durch Implantation eines Microchips kennzeichnen zu lassen.

Tätowieren

Beim Tätowieren wird dem Tier mittels einer Tätowierzange eine Kenn-Nr. ins Ohr eingebracht. Dieses erfolgt auf jeden Fall aus Gründen des Tierschutzes nur in Narkose, weil das Tätowieren schmerzhaft für das Tier ist. Nachteil des Tätowierens kann sein, dass die Farbe im Laufe der Zeit verblassen kann und die Täto-Nr. somit schwer oder nicht mehr lesbar ist.

Chippen

Beim Chippen wird dem Tier ein reiskorngroßer Microchip unter die Haut injiziert. Die Implantation erfolgt einheitlich an der linken Halsseite. Der Chip kann mit einem entsprechenden Lesegerät z.B. in jeder Tierarztpraxis oder in jedem Tierheim abgelesen werden.

Wichtig ist sowohl beim Tätowieren als auch beim Chippen, dass der Tierbesitzer sein Tier bei einem der Haustierregister wie z.B. "Tasso" registrieren lässt. Denn nur so kann das Tier dem Besitzer zugeordnet werden. Diese Registrierung ist für den Tierbesitzer kostenlos.

Auch zu beachten ist, dass generell bei Auslandsreisen die Kennzeichnung mittels Microchip von Hunden, Katzen und Frettchen vorgeschrieben ist. Auch ist es in einigen Städten und Gemeinden Pflicht, Katzen die Freigang haben, zu kastrieren und durch Tätowierung oder Microchip kennzeichnen zu lassen. Nach dem Landeshundegesetz NRW sind sogenannte "20/40 Hunde", also größere Hunde mit einem Stockmaß von 40 cm und/oder 20 kg Körpergewicht bzw. Anlagehunde mittels Microchip zu kennzeichen.

Entwurmung von Hund und Katze

Ein wichtiger Faktor in der Tiergesundheit ist die regelmäßige Entwurmung von Hund und Katze, weil die Tiere durch Verwurmung erkranken können. Dieses kann sich durch Abmagerung, struppiges Fell, aufgeblähten Bauch (Wurmbauch), Durchfall bzw. Verstopfung oder einen schlechten Allgemeinzustand des Tieres äußern. Je enger der Kontakt des Tierbesitzers zu seinem Tier ist, desto wichtiger ist die Entwurmung auch als Gesundheitsprophylaxe für den Menschen. Denn der Mensch kann durch die orale Aufnahme von Wurmeiern/larven gesundheitliche Probleme, wie z.B. Fieber, Muskel/Gelenkschmerzen, Leber/Lungenentzündung bekommen. Vor allem Kinder, die häufig sehr engen Kontakt zum Tier haben, sind hier stark gefährdet. Viele Tierbesitzer meinen, dass ihr Tier wurmfrei ist, weil sie noch nie Würmer bei ihrem Tier gesehen haben. Hier ist anzumerken, dass Wurmeier die evtl. mit dem Kot ausgeschieden werden, für den Tierbesitzer nicht sichtbar sind. Werden sichtbar Würmer ausgeschieden, leidet das Tier schon unter einem starken Wurmbefall, der durch mehrmaliges Entwurmen in kurzen Intervallen bekämpft werden muss, um alle Entwicklungsstadien des Wurms abzutöten. Auch Wohnungskatzen sollten mindestens 2x im Jahr entwurmt werden, weil Wurmeier auch mit dem Schuhwerk des Tierbesitzers in die Wohnung getragen werden können. Unsere Empfehlung lautet deshalb: Entwurmen Sie Ihr Tier mindestens alle 3 Monate, um einen guten Schutz für Ihr Tier und sich selbst zu haben. Entwurmungspräparate gibt es in Form von Tabletten, Pasten (wirken nicht gegen alle Wurmarten) und Spot-on Präparaten.

 

Zahngesundheit Hund und Katze

Ein wichtiger Faktor bei der Gesundheit von Hund und Katze
ist die Zahngesundheit.
Hierbei ist Zahnstein die größte Gefahr, weil Zahnfleischentzündungen, vereiterte Zähne und sogar Zahnverlust die Folge sein können.
Des Weiteren birgt eine schlechte Zahngesundheit auch ein Risiko für den gesamten Organismus, weil permanent Keime freigesetzt werden, was zu Organschädigungen führen kann.

Unser Rat:
Lassen Sie regelmäßig beim Tierarzt die Zähne Ihres Tieres kontrollieren. Vor allem, wenn Ihr Tier Probleme beim Fressen hat oder unangenehm aus der Maulhöhle riecht.
Ihr Tierarzt wird entsprechend des Untersuchungsbefundes eine Behandlung, wie z.B. die Entfernung des Zahnsteins bzw. eine medikamentöse Behandlung durchführen.
Sie selbst können auch vorbeugend etwas für die Zahngesundheit Ihres Tieres tun, indem Sie z.B. Zahnpflegeprodukte (Zahncremes, Kaustangen bzw. Zahnpflegefutter) bei Ihrem Tier verwenden.

Otitis (Ohrenentzündung) bei Hund und Katze

Unter einer Otitis versteht man eine Entzündung des Außenohres und des Gehörganges. Besonders häufig betroffen sind Hunderassen mit Hängeohren oder engen und stark behaarten Gehörgängen, wie z.B. Cocker Spaniels, Bassetts und Springer Spaniels. Anzeichen einer Otitis sind u.a. häufiges Schütteln des Kopfes, Kratzen an den Ohren, unangenehmer Geruch, Schmerzempfindlichkeit bei Berührung, Anschwellen und Rötung der Ohrmuschel und des Gehörganges oder Kopfschiefhaltung. Sollten Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei Ihrem Tier beobachten, sollten Sie umgehend Ihren Tierarzt aufsuchen, um die Ursache hierfür abzuklären und die entsprechend verordneten Medikamente anwenden. Um einer Otitis vorzubeugen, sollten Sie die Ohren Ihres Tieres regelmäßig auf Sauberkeit kontrollieren und ggf. einen milden Ohrreiniger anwenden. Durch diese Maßnahmen wird  die Gefahr wiederkehrender Ohrenentzündungen deutlich gesenkt.

Der geriatrische Patient in der Kleintierpraxis

Dank verbesserter Haltungsbedingungen und medizinischer Versorgung erhöht sich die Lebenserwartung unserer Haustiere. Durch die höhere Lebenserwartung können sich allerdings auch verschiedene altersbedingte gesundheitliche Beeinträchtigungen bzw. Erkrankungen einstellen. Am häufigsten treten Erkrankungen des Bewegungsapparates und Herzerkrankungen auf. Erkrankungen des Bewegungsapparates verlaufen meist schleichend. Das Tier ist nicht mehr so bewegungsfreudig, hat Probleme beim Aufstehen bzw. beim Treppensteigen und zeigt meistens wiederkehrende oder anhaltende Lahmheiten. Viele Besitzer kommen dann mit der Aussage in die Praxis: Mein Tier lahmt zwar, es hat aber keine Schmerzen. Dieses ist aber ein Irrtum. Eine Lahmheit ist immer ein Zeichen für Schmerzen. Nach eingehender Untersuchung wird dann eine geeignete Schmerztherapie eingeleitet. Hierfür gibt es eine Vielzahl von Schmerzmitteln in Tabletten-bzw. Suspensionsform. Es handelt sich hierbei häufig um nicht-steriodale Entzündungshemmer, die sehr gut verträglich und auch zur Dauergabe geeignet sind. Die Besitzer stellen dann schnell fest, dass es ihrem Tier schon nach kurzer Zeit deutlich besser geht und das Tier auch wieder bewegungsfreudiger ist. Unterstützend kann der Tierbesitzer auch Präparate für den Gelenkstoffwechsel verabreichen, die sich positiv auf die Gelenke und Knorpel auswirken. Daneben gibt es noch begleitende Therapiemöglichkeiten, wie die Physiotherapie oder ganzheitliche Therapieansätze wie z.B. die Goldakupunktur.

Herzerkrankungen beim älteren Tier äußern sich vor allem durch Antriebslosigkeit, Kurzatmigkeit, Unruhe und Husten, besonders nach Ruhephasen. (sogenannter Herzhusten) Nicht jedes Herzproblem ist durch das Abhören des Herzens feststellbar. Für die genaue Diagnostik stehen dem Tierarzt Untersuchungsmethoden wie z.B. Röntgen, Herzultraschall, EKG oder Blutuntersuchungen zur Verfügung. Anhand des Untersuchungsergebnisses und der vorhandenen Symptomatik wird dann eine entsprechende medikamentöse Therapie eingeleitet. Herzerkrankungen sind nicht heilbar, aber die Symptome können mit den entsprechenden Medikamenten häufig sehr gut behandelt werden, so dass das Tier eine deutlich bessere Lebensqualität und eine gesteigerte Lebenserwartung hat.

1. Vortragsabend für unsere Patientenbesitzer

Am 25.10.2013 fand in unserer Praxis zum 1. Mal eine Informationsveranstaltung für unsere Patientenbesitzer statt. Die Referentin des Abends, Frau Kathrin Brüser von der Fa. Hill`s (Futtermittelhersteller) hielt einen interessanten Vortrag über die Themen "Ernährung und Bewegung" und "Barfen" (Rohfleischfütterung)

Beim Thema "Ernährung und Bewegung" wurden Ursachen aufgeführt, die zur Einschränkung der Beweglichkeit führen können und es wurden entsprechende Behandlungsmöglichkeiten aufgeführt. Diese können sowohl medikamentöser Art sein als auch über die Gabe eines speziellen Futtermittels der Fa. Hill`s Prescription Diet j/d erfolgen. Dieses Futter reduziert nachweislich den Knorpelabbau und lindert Gelenkprobleme.

Im 2. Teil des Vortrags referierte Frau Brüser über das Thema "Barfen". Beim Barfen müssen seitens des Tierbesitzers viele Faktoren berücksichtigt werden, damit es nicht zu Unter- bzw. Überversorgung mit einzelnen Futterbestandteilen kommt. Weiterhin kann es beim "Barfen" zu einem Hygienerisiko u.a. durch Bandwurmfinnen und Salmonellen kommen.

Im Anschluss an die Vorträge wurden von Frau Brüser noch Fragen der Patientenbesitzer beantwortet. Der Abend klang dann in gemütlicher Runde bei einem kleinen Imbiss aus.

Wie man zu einem Siebenschläfer kommt!

Im Spätsommer 2011 brachte man uns einen kleinen grauen Findling in die Praxis. Er hatte große schwarze Knopfaugen, große Ohren und einen buschigen Schwanz - also hielt man ihn auf den ersten Blick für einen kleinen Chinchilla. Schnell stellte sich heraus, dass es sich hier um einen kleinen und noch sehr jungen Siebenschläfer handelte. Kurzerhand entschloss sich unsere Tierarzthelferin Frau Latimer den kleinen Findling aufzunehmen und groß zu ziehen.
Im Internet machte man sich dann schlau, was so ein kleiner Kerl alles frisst. Der Speiseplan eines Siebenschläfers besteht aus Nüssen, gelegentlich auch mal kleine Insekten, vielen Obstsorten wie Äpfel, Birnen und am allerliebsten Bananen. Mit Vorliebe knabbert er auch Sonnenblumenkerne auf.
Damit man seinem natürlichen Instinkt, Futter zu suchen, erhält, wird das Futter natürlich auch in seinem Gehege in Ecken und kleinen Astlöchern versteckt. Besonders aktiv sind Siebenschläfer in der Nacht, dann wird geklettert und gesucht was das Zeug hält.
Gegen Ende Oktober, Anfang November gehen Siebenschläfer dann in den Winterschlaf und schlafen dann bis ca. Ende Mai
- daher der Name Siebenschläfer.
Bis heute konnten wir uns nicht von dem kleinen Kerl trennen, denn er genießt es sichtlich, täglich mit den ganzen Köstlichkeiten versorgt zu werden.

Schutz für Hundepfoten im Winter

Im Winter sind die Pfoten unserer Hunde schutzlos Eis, Schnee und Streusalz ausgesetzt. Wir empfehlen, vor dem Spaziergang die Pfoten mit Vaseline oder Melkfett einzureiben. Spezielle Produkte erhalten Sie natürlich bei Ihrem Tierarzt. Nach dem Spaziergang ist es wichtig, die Pfoten mit lauwarmen Wasser zu reinigen (auch die Ballen und Zehenzwischenräume) und anschließend gut abzutrocknen. Achten Sie hierbei auch auf Verletzungen und Wundstellen, damit es nicht zu Entzündungen kommt. Bei dieser Vorgehensweise kommt Ihr Hund gut durch den Winter.

Offene Sprechstunden

Mo. - Fr.: 9.00 - 11.00 Uhr

Termin Sprechstunden

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